Expertenrat sorgt für Sicherheit auf dem Weg ins Eigenheim

Expertenrat sorgt für Sicherheit auf dem Weg ins Eigenheim

Bauherren können großen Einfluss darauf nehmen,
dass ihr Hausbau so sicher und mängelfrei wie möglich vonstattengeht.

In den eigenen vier Wänden leben:

Das steht ganz oben auf der Liste, wenn man die
Österreicher nach ihren Wohnwünschen befragt. Wer einen Hausbau plant, sollte
aber nichts überstürzen. Expertenraten zur Besonnenheit in der Vorbereitung des
privaten Bauprojekts und empfehlen zudem diverse Angebote zur Beratung und
Qualitätskontrolle zu nutzen. Genügend Zeit sollte man etwa aufwenden, um den
Standort zu suchen und Angebote zu prüfen. Und gründlich vorgehen sollte man
bei der Auswahl des Baupartners und bei den Vertragsverhandlungen.

Baupartner richtig auswählen

Da die meisten Bauherren keine speziellen·
Fachkenntnisse aufweisen und nur einmal im Leben bauen, gibt unabhängiger
Expertenrat mehr Sicherheit. Am besten sollte man ihn über den ganzen
Bauverlauf hinweg einholen – von der Vorplanung bis in die Gewährleistungszeit.
Umbau im Bestand – immer eine Herausforderung
Schon beim Hausangebot sollte man eine Menge
beachten. Mehr Sicherheit bei der Auswahl des Baupartners  geben Referenzlisten sowie Informationen zu
Serviceangebot und Bindefrist des Angebotes. Das Preisangebot sollte detailliert
sein und auch Sonderwünsche sowie Gutschriften für Eigenleistungen des
Bauherren berücksichtigen.

Zum Hausangebot gehören Grundrisse mit Bemaßung,
vollständige Bau- und Leistungsbeschreibungen sowie der Bauvertrag und eventuelle
Zusatzvereinbarungen.

Rat und Hilfe in jeder Stufe

Bei der Prüfung dieser Unterlagen kann ein
Bauherrenberater die technische und ein Vertrauensanwalt die juristische Seite
unter die Lupe nehmen. Dadurch lassen sich schon im Vorfeld Risiken minimieren und
man kann überprüfen, ob das Objekt zu den Vorstellungen und zum Budget des
Bauherren passt.

Je
gründlicher ein Bauprojekt vorbereitet ist, desto sicherer werden die Vorstellungen
und Wünsche der Bauherren erfüllt.

Während der Bauarbeiten können Bauherrenberater die
Qualität der Bauausführung regelmäßig überprüfen, Mängel frühzeitig aufdecken
und ihre Beseitigung einfordern. Denn unausgewogene Bauverträge mit
verbraucherfeindlichen Vertragsklauseln benachteiligen Verbraucher, verursachen
wirtschaftliche Risiken und führen zu Rechtsunsicherheit am Bau.

Verbraucherfeindliche Klauseln erkennen

Am risikoreichsten – so Bauexperten – sind
Klauseln, die sich einseitige Änderungen auszuführender Leistungen vorbehalten,
die Unternehmen die Abnahme erleichtern sollen und die unausgewogene Zahlungspläne
festschreiben wollen. Das Spektrum verbraucherfeindlicher Klauseln tangiert
außerdem Leistungsvereinbarung und Leistungsausschlüsse, Fertigstellungsfristen,
Preisgestaltung, Abschlagszahlungen, Sicherheitsleistungen, die Einschränkung
des Rechts zum Betreten der eigenen Baustelle, Regelungen zur Schlussabnahme und
die Verkürzung von Gewährleistungsfristen.

In der aktuellen Marktsituation gelinge es selbst
dem informierten Verbraucher oft nicht, „einen guten Vertrag“ abzuschließen,
folgert eine Studie des Bauherren – Schutzbundes. Eine hohe Anzahl von Klauseln
in Bauverträgen in den unterschiedlichsten Formulierungen mache es sehr schwer,
ihre Unwirksamkeit festzustellen.

Genau
hinsehen lohnt sich: Unabhängige Bauherrenberater können Baumängel frühzeitig
erkennen und nachbessern lassen.

 

Aus der Tiroler Tageszeitung vom 16.09.2014 Beilage
Bauen und Wohnen